Abenteuer-Serien wie Indiana Jones
In einem vorangegangenen Blogpost hatte ich bereits meine persönliche Liste von guten Alternativen zu Indiana Jones Filmen zusammengestellt: Abenteuerfilme wie Indiana Jones
Es gibt aber auch Serien, die viele Ideen der Indiana-Jones-Filme aufgreifen und im Langformat auf den heimischen Fernseher bringen. Natürlich sind die Special Effects nicht immer so bombastisch wie im Kino, aber dafür lernt man die einzelnen Charaktere viel besser kennen. Man verbringt mehr Zeit mit ihnen und sie wachsen einem richtig ans Herz.
Hier sind meine fünf Lieblingsserien, die den Indiana-Jones-Filmen ähneln:
Relic Hunter (1999–2002)
66 Folgen in 3 Staffeln

Über drei Staffeln begleitet man die Geschichtsprofessorin Sydney Fox, gespielt von Tia Carrere, auf ihren Abenteuern. Sydney Fox erinnert optisch und kämpferisch sehr stark an Lara Croft aus Tomb Raider. In jeder Folge versucht sie, ein Artefakt zu finden oder ein altes Geheimnis zu lüften. Sie reist dabei quer um den Globus und wird meist von ihrem leicht tollpatschigen Assistenten Nigel begleitet.

Die Serie spart nicht mit Situationskomik, weswegen sie sich hervorragend zum Abschalten auf dem Sofa eignet. Die taffe Sydney und ihr unerschrockener Nigel wachsen einem schnell ans Herz.
Warehouse 13 (2009–2014)
64 Folgen in 5 Staffeln

Am Ende von Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes sieht man, wie die Bundeslade in einem riesigen Lagerhaus verschwindet. Warehouse 13 knüpft von der Idee her genau dort an: Ein riesiges Lagerhaus vollgepackt mit mystischen Artefakten.
Die Serie dreht sich um das Finden und Sichern dieser Gegenstände, die oft gefährliche Auswirkungen haben können. Eine ungewöhnliche Gruppe von „Warehouse Agents“ ist dafür zuständig. Die fünf Staffeln dieser Produktion bieten Spannung, coole Plot-Twists und viel Humor. Die schauspielerische Leistung aller Beteiligten ist eine Freude – besonders der schrullige und exzentrische Artie, gespielt von Saul Rubinek, ist mir richtig ans Herz gewachsen.

Die Kombination aus einer Prise Science-Fiction, einer großen Portion Indiana Jones und Charakteren, die man einfach gern haben muss, macht Warehouse 13 zu einer meiner absoluten Lieblingsserien.
The Quest (2014–2018)
42 Folgen in 4 Staffeln

Die Fortsetzung der drei The Quest-Filme über den Bibliothekar hat als Serie viel Ähnlichkeit mit Warehouse 13, was sie aber nicht weniger unterhaltsam macht.
Eine Gruppe aus vier Bibliothekaren reist in bester Indiana-Jones-Manier durch die Welt, um Artefakte zu finden. Für das Reisen nutzen sie eine magische Tür, die sie an jeden Ort der Erde bringen kann – das erinnert ein bisschen an Stargate, nur eben innerhalb unseres Planeten. Die Gruppe ist eine muntere Mischung aus Charakteren, die sich immer wieder auf sehr lustige Art und Weise streiten. Flynn Carsen, der exzentrische Bibliothekar aus den Filmen, tritt sporadisch in jeder Staffel auf – seine Episoden sind in der Regel die absoluten Highlights.
Auch The Quest ist eine eher preiswerte Produktion, aber sympathische Charaktere und abgedrehte Storys machen es sehr leicht, darüber hinwegzusehen.
Adventure Inc. – Jäger der vergessenen Schätze (2002–2003)
22 Folgen in einer Staffel

Während bei den meisten vergleichbaren Serien der Dienst an der Menschheit im Mittelpunkt steht, ist das hier etwas anders: Die Firma Adventure Inc. bietet ihre Dienstleistung zum Finden von Artefakten zum Kauf an. Eine Gruppe aus drei Abenteurern reist dorthin, wo ihre Auftraggeber sie bezahlen, um Schätze zu heben oder Geheimnisse zu lüften.

Judson Cross, der Kopf der Gruppe, ist mehr Abenteurer als Archäologe und findet sich immer wieder in unmöglichen Situationen wieder, aus denen ihn sein Team heraushauen muss. Adventure Inc. ist eine Mischung aus Indiana Jones und A-Team. Es ist sehr unterhaltsam, die Schatzjagd einmal aus einer rein kapitalistischen Perspektive zu sehen. Leider wurde nur eine Staffel produziert.
In 80 Tagen um die Welt (2021)
8 Folgen in einer Staffel

Die Miniserie In 80 Tagen um die Welt ist ganz klar keine klassische Schatzjagd. Aber sie zeigt den Teil eines Abenteuers, der sonst oft zu kurz kommt, in seiner Reinform: die beschwerliche Reise. Da das Ganze am Ende des 19. Jahrhunderts spielt, macht die Serie richtig Spaß. Dampfmaschinen, elegante Kleidung und der Entdeckergeist dieser Epoche passen perfekt zusammen.
Die Kombination aus einem lebensfremden britischen Aristokraten, seinem pragmatischen, stolzen Diener und einer abenteuerlustigen Journalistin tut ihr Übriges, um die Reise turbulent zu machen. Es ist eine spannende Abenteuerreise an viele bunte Orte einer nicht allzu fernen Vergangenheit. Schönes, solides Sofa-Kino mit einem Hauch Indiana Jones.