Abenteuer-Filme wie Indiana Jones
Die ursprüngliche Indiana Jones-Trilogie gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Die Filme funktionieren inhaltlich alle nach einem ähnlichen Muster:
Es gibt einen mutigen Protagonisten in der Hauptrolle und ein mystisches, altes Geheimnis, das dieser auf einer beschwerlichen Reise lüften muss. Natürlich gibt es immer eine Begleitperson, die zwar ängstlicher, dafür aber umso cleverer ist. Das bietet viel Raum für Humor und Situationskomik. Gemeinsam findet sich das Duo auf einer turbulenten Reise wieder, deren Ziel von einem übertrieben bösen Antagonisten vereitelt werden soll.

Dieser grundsätzliche Plot eines jeden Abenteuerfilms wurde besonders in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug perfektioniert. Abenteuerfilme kann man mit nahezu jedem schauen, da sie für jede Zielgruppe etwas bieten. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig gute Filme oder gar Serien nach diesem Muster existieren.
Hier sind meine sieben liebsten Filme, die wie Indiana Jones sind, aber ohne „Indy“ auskommen:
Tomb Raider (2001)

Der erste Tomb Raider Film mit Angelina Jolie in der Hauptrolle macht richtig Spaß. Dr. Lara Croft ist das weibliche Gegenstück zu Dr. Jones aus den Indiana Jones-Filmen. Tomb Raider vermischt die klassischen Abenteuerfilmelemente mit einer Prise James Bond in einer spannenden Geschichte. Der Film fühlt sich beim Schauen einfach „cool“ an – auch weil das Ensemble an fähigen Schauspielern eine wahre Freude ist. Kurz gesagt: echtes Indiana Jones-Feeling mit Angelina Jolie.
Uncharted (2022)

Uncharted mit Tom Holland und Mark Wahlberg in den Hauptrollen konzentriert sich vor allem auf das ungleiche Duo. Das Geheimnis, das es zu lüften gilt, dient primär als Motor, um die beiden Protagonisten von einer absurden Situation in die nächste zu jagen. Es ist ein wirklich unterhaltsamer Trip, bei dem Antonio Banderas den psychopathischen Gegenspieler gibt. Ein klassisches Buddy-Movie mit perfekten Indiana Jones-Vibes.
Jumanji: Welcome to the Jungle (2017)

Das 2017er-Reboot von Jumanji ist ein turbulentes und lustiges Abenteuer, bei dem vor allem die Actionszenen stark an die Indiana Jones-Filme angelehnt sind. Im Film ist man nicht auf der Suche nach einem archäologischen Geheimnis; vielmehr ist es eine Schnitzeljagd, um die Welt von Jumanji wieder verlassen zu können. Action wird hier mit viel Situationskomik vermischt, und das Hauptdarsteller-Quartett – bestehend aus Karen Gillan, Jack Black, Kevin Hart und Dwayne Johnson – lässt nie Langeweile aufkommen. Jumanji: Willkommen im Dschungel ist erstklassiger Klamauk mit einer großen Portion Indiana Jones.
Jagd nach dem grünen Diamanten (1984)

Der Originaltitel des Films Romancing the Stone wirkt leicht abschreckend, wenn man auf der Suche nach Filmen ist, die Indiana Jones ähneln. Doch auf der turbulenten Reise zum großen grünen Diamanten spielt Romantik eine eher untergeordnete Rolle. Michael Douglas und Kathleen Turner bilden als Hauptdarsteller ein Duo wie Pech und Schwefel. Sie stolpern von einer Katastrophe in die nächste, während sie sich langsam dem Ziel ihrer Reise nähern. Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten ist eine amüsante Mischung aus den ersten beiden Indiana Jones-Filmen.
The Lost City (2022)

The Lost City bietet Abenteuer und Klamauk mit vielen Anleihen bei Indiana Jones. Dabei überwiegt definitiv der humoristische Teil, was den Film zu einer sehr leicht verdaulichen Kost macht. Sandra Bullock, Channing Tatum und Brad Pitt verkörpern herrlich überzeichnete Charaktere. Daniel Radcliffe brilliert zudem in der Rolle des eindimensionalen, arroganten Bösewichts. Die Protagonisten stolpern von einem Problem ins nächste, was für zahlreiche Lacher sorgt. Insgesamt ist der Film eine amüsante Leichtkost mit deutlichem Indiana Jones-Einschlag.
Jungle Cruise (2021)

Das ist ein richtig gut gelungener Abenteuerfilm, bei dem einfach alles stimmt. Die Story beginnt im London der frühen 1910er-Jahre und verlagert sich dann komplett in den Amazonas. Auf der Suche nach einem wundersamen Baum treffen die Hauptfiguren, gespielt von Emily Blunt und Dwayne Johnson, aufeinander. Die Reise der beiden ist wunderbar unterhaltsam. Es gibt viel Action und noch mehr Humor. Jesse Plemons spielt den bösen deutschen Gegenspieler, der die beiden im U-Boot über den Amazonas jagt. Dabei bedient er alle „deutschen Bösewicht“-Klischees, die man sich nur vorstellen kann, mit Perfektion. Alles in allem ist Jungle Cruise perfekt inszeniertes Popcorn-Kino, in dem sich Indiana Jones und Pirates of the Caribbean vereinen.
The Quest 1-3 (2004-2008)

The Quest ist eine Trilogie, bestehend aus den Filmen Die Jagd nach dem Speer des Schicksals, Das Geheimnis der Königskammer und Der Fluch des Judaskelchs. Alle drei Teile sind Low-Budget-Produktionen, die das Genre der Abenteuerfilme teils parodieren. Sie gehören zu meinen liebsten Alternativen zu Indiana Jones.
Der englische Originaltitel von The Quest lautet The Librarian, was schlicht „Der Bibliothekar“ bedeutet. Dieser Titel klang den deutschen Vermarktern wohl zu uncool, weswegen wir stattdessen mit dem Namen The Quest beglückt wurden.
Die Bibliothek, für die der Protagonist arbeitet, verwahrt Artefakte aus Legenden und Mythen der Menschheitsgeschichte. Der Bibliothekar trägt diese Gegenstände in bester Indiana-Jones-Manier zusammen – allerdings mit einer zusätzlichen Portion Magie.
Man sieht den Filmen ihr geringes Budget zwar an, doch die Schauspieler agieren selbst in billig computeranimierten Räumen so überzeugend, dass man einfach weiterschauen muss. Noah Wyle spielt den exzentrischen Bibliothekar und Schatzjäger absolut hingebungsvoll; man hat das Gefühl, dass er für diese Rolle geboren wurde.
Die Filme sind spannend, abgedreht und extrem unterhaltsam. Die Grundidee einer alten, geheimen Bibliothek, die gefährliche Artefakte sammelt, schreit förmlich nach einer Serie. Zum Glück wurde einige Jahre später genau eine solche Serie mit vier Staffeln produziert – aber das ist ein Thema für einen anderen Blogpost: Abenteuer Serien wie Indiana Jones